Freitag, 25. Juni 2010

kasachstan teil 3, 07.06. - 25.06.2010

…fischend, kochend, badend und relaxend verbringen wir superheisse (ca 38 grad), mückenreiche (genauer gesagt: massenhafte, fiese dinger, die stechen durch jeans oder campingstuhl, oder beides!) amüsante tage am fluss ile mit igor, denis, alex und unseren mechanikern voloda und nikkita. der zweite fisch des tages fing susanne, leider war der fischpflücker schneller als der fotograf… der fisch wurde aber nicht von uns gegessen, d.h. nicht auf direktem weg, denn gefressen haben ihn die grösseren (liegenden) kameraden, welche dann als „ragout“ im kochkessel landeten.
sonst eben baden und so…
nach diesen vier tollen tagen mussten wir uns leider auf den weg nach astana machen, um unser russlandvisum für die weiterreise zu organisieren. wies der zufall so will, war just am ankunftstag bei der botschaft in astana ein russischer feiertag. somit gibt’s statt anstehen einen stadtrundgang und einen besuch im hallenbad. kurz nachdem wir ins badewasser gestiegen sind, ertönt lautes gepfeiffe und stimmen via megafon – wir verstehen nix, aber alle rennen aus dem wasser – haialarm? – vorsichtshalber verlassen auch wir das wasser, man weiss ja nie – des rätsels lösung: der badebesuch ist limitiert auf eine stunde, dann wird die ganze sippe rausgeworfen, alles gepützelt und eine neue gruppe reingelassen (für natürlich wieder nur eine stunde). dann eben, der stadtrundgang mit dem obligaten besuch des monuments bajterek
astanische skyline…
die stadt wirkt steril und ist voll mit moderen gebäuden und parks mit einigen netten nischen für uns zum übernachten. das visum – nach drei stunden anstehen, antrag ausfüllen und mit dem botschaftsmitarbeiter über die visumsgültigkeitsdauer verhandeln wars soweit und es war bestellt, nur braucht es fünf arbeitstage (es gaht ebe nöd alles metem compjuter) bis es abholbereit ist. die stadt hält uns nicht länger, und so nützen wir die zeit und fahren richtung norden in den nationalpark burabaj-kotschetau – klare, grosse seen und birken- resp. kieferwälder. wir geniessen deren schatten nach langer hitzeperiode, d.h. so 35 grad (der schweizer sommer macht wohl auch ferien in kasachstan…), gehen wandern und baden…
in dieser region finden auch viele ferienlager für kinder statt – so gibt’s immer wieder bisschen quatschen und „frühenglisch“ vertiefen (hello, whats your name? hello. where are you from, i am from kasachstan u.ä.)…
…wir kehren wieder nach astana. holen unser visa ab und wer hätt gedacht, dass wir paar stunden später ein bier trinken mit unserem botschaftsangestellten, rein zufällig getroffen in einem „pectopah“! nun gehts richtung russische grenze – auf dem weg fahren wir in pawlodar vorbei, wo wahrscheinlich eine der exklusivsten bauten einer „modernen“ moschee steht, übrigens, die zweitgrösste in kasachstan.
kurz vor pawlodar treffen wir auf eine gruppe des „world harmony run 2010“ (www.worldharmonyrun.org/russia). diese begegnung lässt unser „joggingherz“ höher schlagen. die gruppe ist am 24.04.2010 in japan gestartet und will im september moskau erreichen. täglich werden etappen von bis zu 200 km joggend zurückgelegt, wobei jeder läufer pro tag mindestens 10 – 20 zurücklegt (täglich eine leichte friedhofsrunde…). wahnsinnig, jene neben adrian ist 4000 km durch die mongolei gejoggt – hut ab!
nach rund zwei monaten in kasachstan geht’s nun weiter in den russischen altai. paka kasachstan, wir waren sehr gern hier!