Mittwoch, 21. Juli 2010

mongolei teil 1, 30.06.- 21.07.2010

nach einem schlanken grenzübertritt ist unser hauptreiseziel erreicht – „yes, we are in mongolia“ mit der grenze verabschiedet sich die russische asphaltstrasse und die mongolischen unbeschilderten pisten (mit wieder pisten, neben den pisten usw.) führen uns durch wunderschöne landschaften. nicht nur die pisten fordern uns und den mitsu, zusätzlich spannend machen es unsere drei unterschiedlichen strassen(-pisten)karten mit unterschiedlichen ortschaftsbezeichnungen. unser „ mongoliaeinstieg“ wird uns angenehm gemacht, denn die erste woche verbringen wir mit den glatten holländern saskia und emiel (www.flipflopsonholiday.com). im zusammenhang mit autofahren in der mongolei hört man ja ab und an von wasserdurchfahrten und tja, da war sie, die erste, gleich am zweiten mongoleitag. aber nicht einfach eine, nein, zwei grosse flüsse (à la kaliber reuss) ohne brücke versteht sich, die sich über je vier arme erstrecken. nun ja, wir fuhren das menschen- und verkehrsleere ufer auf und ab um die bestmögliche furt zu finden…irgendwann treffen wir auf eine mongolische „flusskennende“ familie, die uns jedoch in ihrem russenjeep nicht begleiten konnten, da sie zu wenig benzin hatten und hier mitten in der pampa auch keiner aufzutreiben war – somit fuhren wir laut ihren angaben ca. 10 km flussabwärts für die furt. die frauen zu fuss vorauslaufend im eiskalten wasser, werden die autos im zickzack durch die flussarme geleitet. das ganze prozedere lief bis zum zweitletzten arm ganz gut, bis sich der mitsu in „nichtsehrangenehmer“ schräglage im fluss festsetze (adrians gesicht war ca. so weiss wie unser bus im sauberen zustand…keine weiteren details an dieser stelle) auf jeden fall waren alle beteiligten mit der hilfe von zwei sandblechen, einem langen seil, schaufeln und einer stunde arbeit wieder heil im trocknen und tranken als erstes mal einen schluck whisky! kleine veranschaulichung… neben diesen gott sei dank nicht täglichen aber doch öfters vorkommenden, schweisstreibenden flussdurchfahrten ist die mongolei unglaublich schön – natur pur. viele nomaden, jurten, herden und ihre hirten... als sichtbares zeichen der volksreligion der mongolen sind die sogenannten owoo’s, steinsetzungen die auf bergen oder passhöhen errichtet werden. jeder vorbeikommende fügt drei neue steine hinzu, wobei er den owoo dreimal im uhrzeigersinn umschreitet – dass tun auch wir immer, denn „unterstützung“ auf unserer reise können wir immer gebrauchen… das ist eben so ein owoo – opfergaben werden auch häufig gemacht und krücken sind übrigens etwa das einzige, welches man bei bedarf wieder entfernen darf… mehr richtung zivilisation hatten wir auch die gelegenheit ein nadaam-festival zu besuchen. dieses findet einmal im jahr statt und beinhaltet ringen, pferderennen und pfeilbogenschiessen. tja, eigentlich fast wie das „guggibad-schwinge“… wir durchqueren einsame steppen- und berglandschaften, schöne sanddünen. sehen yak’s, pferde (auch prewalsky), kamele, schafe, ziegen, falken, chinesische moped’s bepackt mit drei leuten plus kleinkind und viele „jurtenexpresszügelunternehmen“ (=vollbepackte lkw’s, in der führerkabine die ganze familie und hinten gefüllt mit jurte und interieur). auch mitten in der pampa kriegt man besuch (wir bisher nur immer sehr netten - generell hatten wir noch nie probleme bei unseren „wilden“ schlafplätzen – kreisen gleich dreimal ein owoo auf dieses glück) und dann geht’s auch morgens um halb acht direkt aus dem bett aufs kamel. oder man besucht mal eine der jurten der buddhismus ist hier auch verbreitet und so besuchen wir das „erdene zuu monastery“, das erste der mongolei (1586) gleich zum auftakt der messe. wird sind vollbepackt mit neuen erlebnissen und jeden tag werden es mehr, unsere sd-karten werden noch schneller voll wie zuvor… mittlerweile in ulaan baatar (ub) angekommen wird die weiterreise aufgegleist – es werden visa’s organisiert und der mitsu aufgemotzt. ub: überblickbares, amüsantes chaos. und wir treffen wieder auf betty und gerhard, mit ihnen haben wir vor „gefühlten 6 monaten“ die mongolische grenze bewältigt und mit gerhard mitgeschrien: “yes, we are in mongoliaaaaaaaaaaaaa!" - www.exploringtheworld.nl

russischer altaj, 25.06. - 30.06.2010

während der wartezeit am zoll entdeckten wir am boden einen riesigen flecken, der sich immer genau dort befand, wo unser fahrzeug jeweils parkiert war. daher war unser erster stop in russland in einer garage. aber, wie das hier so ist, gibt es nicht eine garage, sondern es gibt viele einzelne spezialisten mit eigenen verstreuten werkstätten. so fährt man z.b. zum „vulkanizer“ um den pneu zu reparieren, dann zum ölwechselmensch, für naja, halt öl zu wechseln – ist ja klar – was nicht immer klar ist, ob der öl hat oder ob man das selber mitbringen muss und evtl. geht man dann noch zum motormensch, einfach der, der alles ausser das mit dem öl vorne (meistens) macht…dies war so ungefähr unsere tour – bisschen check up halt. auf jedenfall für die koordination oder besser gesagt um diese einzelnen, natürlich besten spezialisten zu finden, hat uns pawel unterstützt. unser russischwortschatz wurde in den letzen wochen stark bereichtert und falls dies dann doch noch zu unverständlich war, sah das meistens in etwa so aus (portable wandtafel zur visualisierung)… wir fahren durch das schöne westsibirien mit bergen und flüssen wie zu haus, mücken - bisschen viel mehr als zu haus und treffen auf dieser strecke auf einige overlander richtung mongolei oder raus aus eben der mongolei. mehr eigentlich raus, was aber gut für uns war, denn es ist sehr spannend deren geschichten zu hören. kleiner einblick in die landschaft… näher richtung mongolische grenze tauchen auch immer mehr nomadenjurten auf, wie diese. hier erhalten wir auch einen schönen schlafplatz mit familienanschluss (wie es sich für nomaden so gehört waren sie gerade unterwegschen und darum nicht auf dem foto)… tja, nach dem russischen zoll und dem endlosen „niemandsland“ geht’s ab in die mongolei!