Samstag, 21. August 2010
mongolei teil 3, 03.08. – 28.08.2010
die crew frisch gestärkt, die wäsche gewaschen, die vorräte aufgefüllt und das auto gewartet geht das abenteuer mongolei weiter. wir fahren in den süden nach dalandsadgad und durchqueren dort die gobi gegen westen. wahrlich eine expedition für uns, d.h. 13 tage dreisamkeit (das auto und wir oder sonne, sand und wind) auf manchmal mehr oder weniger guten pisten durch wunderschöne, endlose landschaften mit ab und zu mal einer jurte.
natürlich gehen wir auch auf dinosauriereiersuche – mit wenig erfolg – aber irgendwie hat man an diesem ort das gefühl, den anfängen der weltnaturgeschichte ganz nah zu sein.
die natur ist gewaltig – sie zeigt uns und dem auto regelmässig, wer hier der chef ist. die abwechslungsreiche kulisse ist atemberaubend und wechselt von grüner steppe, zu steinlandschaften und bis zu 30 m hohen sanddünen. teilweise wähnt man sich sogar auf dem mond - so stellen wir uns zumindest eine „mondlandschaft“ vor.
auch temperaturmässig geht einiges ab: innerhalb von 2 stunden von 30 grad auf 2 grad, und das ohne nennenswerte höhendifferenz. „…zieht euch warrrm an…“
die gobi: wunderbare landschaften - atemberaubend. klarer sternenhimmel und herrliche sonnenauf- und untergänge - atemberaubend. sonne, staub und sand - atemberaubend. wind und sandstürme - atemberaubend. unendliche weiten und einsamkeit - atemberaubend. menschen, die trotz diesen harten bedingungen ihr ganzes leben hier verbringen - atemberaubend. zwei riiiiiesige geier am pistenrand - atemberaubend. leck am vorderen differential - atemberaubend.
einen vorteil haben die schlechten strassen, es gibt wenig verkehr. die wenigen verkehrsteilnehmer sind lokale motorradfahrer (motorradakrobaten). manchmal sitzt einer darauf, meistens jedoch mehr, bis zu vier personen. meistens in der reihenfolge kleinkind, mann, kind, frau. oft sind sie sehr nett, hilfsbereit und neugierig, selten unnett und „bisschen“ betrunken.
wenn der weg durch ein so unwirtliches gebiet führt, wird die wasserversorgung noch wichtiger. in jedem „dorf“ gibt es entweder einen brunnen oder ein wasserhaus.
die gobi fordert mensch und maschine. nach rund 1'500 km expedition erreichen wir die „stadt“ altai und fühlen uns wieder back in zivilisation. hier wird retabliert und regeneriert (mit familienanschluss).
im letzten blogeintrag noch locker lässig über die traditionelle zubereitung „ziege in der milchkanne“ berichtet. mittlerweile haben wir eine rechte portion davon von unserem familienanschluss in den bus serviert bekommen. das wenige, zwischen der restlichen ziegen-anatomie versteckte fleisch schmeckt hervorragend. „ziege in der milchkanne“, ein kulinarischer tipp aus der ferne für das nächste weihnachtsessen – es muss ja nicht immer fondue chinoise sein?
wir holen vor bis zum 28.08.2010, denn ab jetzt sind wir unterwegs zur chinesischen grenze...
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