Mittwoch, 1. September 2010
china, 28.08. – 09.09.2010
wir sind jetzt zu dritt…im reich der mitte, genauer gesagt mitte links. trotz aller unsicherheiten über den bevorstehenden grenzübertritt sind wir schlussement schlank beim mongolischen und chinesischen zoll vorbeigekommen und es scheint, als schreiben wir bisschen geschichte - erste ausländer, welche im eigenen auto diesen grenzübergang passiert haben…
in china ist alles bisschen komplizierter und aufgrund einer fehlplanung seitens unseres touroperators kommt der mitsu gleich nach der grenze für zwei tage in quarantäne und wir schlafen seit drei monaten das erste mal im hotel. kompliziert heisst: reist man mit dem eigenen auto in china ein, muss man diverse spezielle vorschriften befolgen. wir erhalten einen guide, der uns während der ganzen china- und tibettour begleitet, müssen einen umweg von ca. 600 km fahren um den bus beim chinesischen strassenverkehrsamt prüfen zu lassen (nebenbei, falls für diese prüfung eine note vergeben werden müsste, hätte der bus von den chinesen eine glatte vier erhalten – knapp bestanden - uiuiui…) und befolgen strengstens einen marschplan ohne grosse reserve, der täglich ca. 400 km busfahren beinhaltet – somit waren wir durch die zwei tage busquarantäne gleich 800 km im rückstand…
nach dieser ganzen bürokratie fahren wir also gemäss marschplan durch die mitte links, durch die von den han-chinesen sogenannten „minority“-gebiete xinjiang, gansu, quinghai und tibet. während den ersten drei provinzen begleitet uns die nette spring – jung, dynamisch, englischsprechend - wir denken, wir werden ihr in langer erinnerung bleiben, denn scheinen wir doch die ersten touris zu sein, die ständig dem strengen marschplan hinterher jagen und dennoch zwei halbe tage in der autogarage verbringen - wegen halt so kleinen leck’s…nebenbei wird noch eine neue kupplung eingebaut - kann man immer gebrauchen!
ausser dem vielen busfahren und passieren von umgekippten lastwagen, geniessen wir auch kulinarische höhenflüge. ja, die chinesische menukarte bietet neben ganz viel unanständigem essen, sehr viel anständiges.
eben garagenbesuche - nebenbei nachhilfeunterricht für chinesische kids, dass es ausser china und amerika noch andere länder gibt auf dieser erde, wie zum beispiel „ruishi“!
nach getaner arbeit, gibt’s ein feierabendbier mit den mechs, à la chinesischer trinktechnik (kleine gläser dafür mit kartenspiel und wer verliert trinkt hops ex ein oder zwei gläser)…
zwischen garage und marschplan, besuchen wir kleine orte und grosse städte, voll mit gemüse- und fruchtständen, total ungewohnt nach zwei monaten mongolei.
überall auf den strassen wird gekocht, gegessen, gespielt…
natürlich fehlt auch ein besuch der chinesischen mauer nicht.
eben marschplan – wir düsen auf asphaltstrassen durch wunderschöne kulissen mit feldern voll von getreide, mais, melonen-, tomaten- zwiebelfeldern und noch vieles mehr. herbstzeit = erntezeit und die farmer sind am arbeiten…
begleitet werden die strassen durch ständige werbeplakate für förderung der landwirtschaft, einkindpolitik und sonstige chinesische besonderheiten.
mehr richtung mitte unten links kamen auch die hohen berge, von denen wir mehrere pässe in der höhe von 4500 bis 5220m.ü.m. passieren. zu unserem und v.a. springs erstaunen gings mit nur leichtem schwarzen räucheln des mitsus sonst allen beteiligten tiptop und nach wenigen tagen, erreichen wir das tibetische hochland.