Samstag, 29. Mai 2010

kasachstan, teil 1, 29.04.-20.05.2010

2,5 Stunden am Zoll - und die Fahrt durch das wilde Kasachstan kann beginnen. die Zollleute sind so erfreut über unseren Besuch, dass sie uns eine ihrer Mitarbeiterinnen in den Bus setzen, welche wir ins nächste Dorf (ca. 60 km) mitführen dürfen. bereits Russland beeindruckte uns mit seiner Weite, man schien ewig auf den Strassen an riesigen Äckern und Weiden vorbeizubrausen und in Kasachstan geht es weiter so – immerhin gehört es zu den neuntgrössten Ländern, dementsprechend sehen die Wegweiser aus: unterwegs trifft man auch andere Schilder am Steppenrand, welche uns an unsere Russlanderfahrung mit Sergei erinnern – wir sind froh um unseren (meistens vollen) Zusatztank auf dem „Estrich“:
wie schon erwähnt, wir durchqueren eine wunderschöne, abwechslungsreiche Steppenlandschaft:
mit diversen Salzseen:
und diversen Bewohnern:
und natürlich ab und zu ein paar Kasachstaner, von welchen wir bis jetzt nur supernette, wie z.B. diese kennengelernt haben:
oder jene, die gerade die Wasserpumpe reparieren und unseren Kanister mitfüllen:
oder andere, welche tagsüber auf Feldern arbeiten und abends und am Morgen früh, in leichter Dämmerung, am Oral auf illegalen „Ikra“-Fang gehen, um so ans Luxusgut Kaviar zu gelangen. Innerhalb kürzester Zeit zogen sie 6-7 riesige Störe aus ihren vorgängig installierten Netzen. Aus verständlichen Gründen verfügen wir zu diesem Thema über kein Bildmaterial… Karten für Kasachstan aufzutreiben gestaltete sich schwierig. Für den Transitverkehr gibt es gute beschilderte Strassen, fährt man allerdings ins Landesinnere, kommen unsere zwei Karten an ihre Grenzen. um Klarheit in die ganze Sache zu bringen, fragt man einfach (in fliessendem kasachisch…) einen Einheimischen:
meistens dauert das ein bisschen länger, am Schluss heisst es „trass charascho, maschina niet problem“ – das sieht dann so aus:
hier gilt das Motto „wer geradeaus fährt, muss betrunken sein“ die „Strasse“: riesige Löcher und tiefe Furchen. Und dann gibt es noch die „Strasse neben der Strasse“, eine Piste parallel zu den Strassen. (die Variante „Strasse neben der Strasse der Strasse“ existiert teilweise ebenfalls). Diese sind einiges angenehmer und laden zum „sändele“ ein. naja, die „Massstäbe“ für gute Strassen sind verschieden! Aber natürlich kein Problem für uns und den Mitsu (jeden Abend GPD am Fahrzeug, Entstaubungsaktionen im Kleiderkasten und regelmässiges Luftfilter ausblasen inkl.) und vor allem bringt es uns so immer wieder zu wunderschönen Uebernachtungsplätzen:
unser Weg führt ans kaspische Meer, nach Nord- und Südkasachstan, die Umgebung wechselt von der Steppe über dichter besiedelte Landschaften mit grünen Wiesen und vielen Bäumen zu den nordwestlichen Ausläufern des Tien Schan und des Gebirges Karatau. dort im naturreservat Aksu–Zhabagly geniessen wir einige Tage „Ferien vom reisen“ und gehen bisschen wandern. übrigens gibt hier noch Braunbären, Schneeleoparden und Wölfe, leider haben wir nur deren Spuren gesehen.
bis jetzt sind wir sehr von Kasachstan begeistert, die Leute, die Landschaft, das Essen, der billige Diesel (ca. 60 Rp./lt), die vielen goldenen Zähne... erstaunt sind wir über die je nach Region eher teuren Produkti - auf dem Land findet man aber wieder z.B. Brot für 35 Rappen, eine Flasche Wodka für umgerechnet 3,50 CHF und ein Dinner for Two für ca. 7 CHF, alles in allem otschen charascho (choscht ned viil und lüpft de Stiil).

Dienstag, 4. Mai 2010

russland 25.04.-29.04.2010

nach problemloser 2,5 stündigiger grenzabfertigung heisst es
„dobro poshalovat in russia“.

die unendliche weite und die vielen polizeikontrollen treiben uns vorwärts. genauer gesagt waren es in diesen vier tagen ca. 6 polizeiliche kontrollen. eine hingegen schien gerechtfertigt: mit einer geschwindigkeit von 97 km/h statt 30 km/h (ausserorts mitten in der pampa…) erwischte es susanne. aus ursprünglicher geldbusse von 100 euro resultierte nach verhandlung eine „straf“ von zwei büchsen feldschlösschen. das uns gezeigte radarfoto sah zumindest sehr frech aus, konnten es ihnen aber leider nicht abschwatzen.

auch hier sind laufend andenken an den 2. weltkrieg zu erkennen, welche fein säuberlich fuer die bevorstehende siegesfeier im mai gepützelt werden. am deutlichsten zeigt sich das in wolgograd. Auf dem ehemaligen“ hügel 102“ befindet sich heute eine 72m hohe statue von mutter russland, welche ein 11 m hohes schwert über ihrem kopf schwingt. dieses denkmal erinnert an die vielen opfer, welche die schlacht um stalingrad forderte.

da russland wirklich sehr gross ist und eigentlich ab und an eine tankstelle vorhanden ist, sind wir völlig losgelöst richtung kasachstan gefahren, bis uns der megabus mit der tanklampe sein bedürfnis in erinnerung rief, tja, kein problem, bei der nächsten tankstelle rausfahren – doch sie kommt nicht, kommt nicht – endlich ist sie da und erst noch supergünstig – leider „nje diesel“, „diesel njet“, „diesel nitschewo“, oder kurz, heute kein diesel – das ist russland: „mängisch hätts ond mängisch hätts nöd“ – zum glück gibt’s sergey, ein bewohner eines umliegenden dorfes, ein kurzes telefon von ihm und 35 lt standen bereit.

“russland, russland, russland ist ein schoenes land, schmeisst die glaeser an die wand, ho ho ho ho ho“ – unsere zeit in russland war gepraegt von meist hilfsbereiten menschen (ausser den uniformierten schalterfrauen, die mit todernsten mienen immer ein unfreundliches “nitschiwo“ auf lager haben), mit unendlichen weiten, kyrillischen wegweisern und anschliessender sprachlicher weiterbildung (russisch fuer anfaenger in fuenf tagen) und kalten naechten.

Montag, 26. April 2010

ukraine 19.04.- 25.04.2010

Erste Wäsche am Schwarzen Meer
Ich bin auch ein Ukrainer
Ich bin auch ein Lastwagen
spät nachmittags fahren wir an die grenze zur ukraine. das grösste „problem" scheinen unsere räder zu sein. wieso? keine ahnung – sie werden mehrmals von mehreren zollleuten begutachtet und es entsteht unter ihnen eine rege disskussion – wir verstehen leider nix. aber was solls, sie lassen uns schliesslich nach nur einer stunde weiterfahren – alles charascho. da es schon gegen abend ging, haben wir uns für die erste ukrainische nacht unter grosse lastwagen gemischt und wurden freundlich begrüsst und bekocht – ausländische gäste scheinen hier eine rarität zu sein. immer oschtwerts, durch die riesige ukraine, gewöhnen wir uns langsam an die lokalen verkehrsgepflogenheiten (eigentlich haben wir fotos vorbereitet aber leider ist es in dieser umgebung auf keiner kiste moeglich diese hochzuladen, also sorry, sie folgen sobald moeglich...) wegweiser und ortsangaben auf kyrillisch – mittlerweile kein problem mehr…anekdote zu diesem thema: 3 stunden stadtirrfahrt durch odessa mit geduldigen ukrainischen mitautomobilisten (sind nur 2-3 mal angehupt worden), mit liebenswürdigen passanten und ihren selbstgezeichneten skizzen zur besseren erklärung, nach unendlichen swetafors, perekrjostoks, ulitsas, tausenden von naprawo und naljewos gings prjamo zum anvisierten hotel, welches scheinbar schon länger (für immer) geschlossen hatte. tja, so geht das. super teerstrassen werden plötzlich zu schlamm- und lochpisten. mittlerweile haben wir auch schon die erste begegnung mit den lokalen ordnungshueter hinter uns - die erste busse geht auf adrian, vor den augen eines militsionjer’s musste unbedingt noch ein „volga" überholt werden - im ueberholverbot. als „straf" mussten ca. 10 eur abgeliefert werden – natürlich ohne „quittanze". ukraine ist wirklich ein riesiges abwechslungsreiches land, die leute sind zurueckhaltend und nett. bus laeuft und saeuft und uns gehts charascho. wuerden gerne noch ein bisschen plaudern, aber wir sollten wieder...

Mittwoch, 21. April 2010

slowakei

wir gewoehnen uns ans reisen mit um- und einpacken... bisschen wandern in der schoenen tatra:
und geniessen sonstige sehenswuerdigkeiten

oesterreich

oesterreich im schnelldurchlauf - immer oschtwerts

Mittwoch, 14. April 2010

3 - 2 - 1 - sind dann mal weg

der keller ist voll, alle ämtchen erledigt - nun geht's oschtwerts!
vielen herzlichen dank an alle netten, fleissigen helfer, die uns bei den vorbereitungen und bei sonstigen sachen unterstützt und geholfen haben! danke auch für die amüsante abfahrtsparty und das reiche dessertbuffet und natürlich für alle reisegeschenke!
alles gute und bis bald!

Sonntag, 21. März 2010

frühlingserwachen

macht hoch die tür, die tor macht weit - der mitsubishi ist bereit.
letzte vorbereitungen laufen. voraussichtlicher start, woche 15.