Freitag, 28. Januar 2011

indien teil 3, 07.01. - 30.01.2011

back on the road again – schliesslich ist der mitsubishi ein „fahr“- und kein „steh“zeug. ja, nach dem langzeitaufenthalt in goa fährt das zeug wieder, diesmal mit fernziel delhi. big india, im wahrsten sinne des wortes – 7. grösstes land der welt, mit konstanter und problematischer überbevölkerung (1'081'229’000 einwohner, 2004, bevölkerungsmässig direkt hinter dem reich der mitte auf platz 2!) mit müll- und abwasserproblematik, extremster gegensatz von arm und reich, unterschiedliche weltanschauungen und religionen, welche von hinduismus, über buddhismus, islam, sikhismus, jainismus, christentum, zoroartrismus usw. mit all ihren gurus reichen und mit diversen regionalen sprachen, die alle bisschen anders als hindi sind. die farbige vielseitigkeit wiederspiegelt sich dementsprechend ebenfalls mit masse und stil im strassenverkehr! auf dem weg stoppen wir in hampi, einst ein mächtiges hindureich. davon zeugen diverse tempel resp. deren ruinen, eingebettet in granitfelsen, reisfeldern und bananenplantagen. weiter geht’s zu den höhlen von ellora: 34 höhlentempel wurden zwischen 400 – 1000 n.chr. von hindus, buddhisten und jainisten aus den felsen gemeisselt. wir gehören vor ort ebenfalls zur touristenattraktion, denn diese höhlen werden von vielen indern besucht und einige sind scharf auf ein foto von und mit uns. somit beobachten wir regelmässig, wie aus einer schar inder einer oder eine ausgelost wird, mit uns kontakt aufzunehmen. meistens beginnt die konversation mit „hi, what country you from?“ und dann folgt ziemlich schnell „ can i take a picture of you?“ – beantwortet man diese frage mit „yes“ (so nett, wie wir sind!) kommt dann mutig die ganze schar und jeder will sein persönliches erinnerungsfoto... nach etlichen kilometern indischem verkehr erreichen wir delhi und organisieren unser letztes visum auf dieser reise. die wartenden tage verbringen wir mit sightseeing, schlagen uns mit rikschafahrer herum, die auf irgendwelche provisionen von komischen shops aus sind oder horrende touristenfahrpreise verlangen wollen. ein highlight in dehli war, dass wir bei jack, noreen und familie hausen durften – mit „hot shower, proper bed, own entrance“ und familienanschluss. mit ihrem www.delhibycycle.com durchfuhren wir in frühen morgenstunden die gassen von old delhi. lichter in tempeln wurden angezündet, die bewohner waschen sich in den brunnen neben den strassen und das gewusel vom tag beginnt gaaaanz laaaangsam. ein weiteres beispiel aus dem kapitel „incredible india“: zwei touristen wird mitten in dehli die pocket-kamera entrissen. der kameratragende tourist hat nur noch den sicherungsbändel in der hand. eine verfolgung der diebe war unmöglich, da die touristen durch einen riesigen gitterhag hindurch cricketspieler fotografieren wollten – die touristen auf der einen, der dieb auf der andern seite des hages. clever, clever, die dehlistrassengangjungs. die touristen schnurstracks zur dehli-police. dort wird erstmals tee gereicht, alles aufgeschrieben usw. die touristen zweifeln (konkret: einer). doch eine stunde nach verlassen des postens erhielten die touristen ein sms: kamera gefunden! letztes sightseeing in amritsar, der goldene tempel der sikhs. in der tempelküche werden täglich 40'000 pilger kostenlos mit einer kompletten mahlzeit verpflegt - denen haben wir uns angeschlossen - ein einmaliges erlebnis mit all den pilgern am boden sitzend auf die schöpfmänner zu warten und zu speisen. unsere tage in india sind gezählt, die tage und nächte werden kühler. wir pimpen uns auf and now, we are ready for a new experience: „pakistan!“ om - shanti - om - heriom dezet